Wiedlisbacher Lauf 2007
Als letzten Test bestritten einige Teammitglieder den Wiedlisbacher Lauf. Es wurde in verschiedenen Kategorien und Distanzen gelaufen.
Ueber die 6,5 km Laufstrecke hatten wir zwei Athletinnen am Start.
Dabei belegte Sonja Hofstetter den 2. und Pia Hoffmann den 5. Schlussrang.
Bei der 10 km Strecke konnten unsere Junioren Nicolas Bocherens, Peter Rudin und Andreas Wälchli einen 3-fachen Sieg feiern.
Die Juniorin Carmen Bucher wurde mit ihrem 3. Rang sehr gut klassiert.
Bei der Hauptklasse der Damen stand mit Simone Thalmann ein weiteres Teammitglied mit dem 2. Rang auf dem Podest.
Bei den Männern über 10 km stellte unser Team mit Christian Rutschmann, mit der Zeit von 36,55 Min., den grossen Sieger.
Pascal Frieder mit seinem 6. Rang trug zu einer guten Mannschaftsleistung bei.
Der erste Waffenlauf
Was vom Aussterben bedroht ist, muss man noch „geniessen“ so lange es geht. Mit dieser Motivation habe ich den 2. letzten
Wiedlisbacher Waffenlauf in Angriff genommen. Das heisst, 26 Kilometer rennen im militärischen Tarnanzug (TAZ) mit einem minimal
6.2 Kilogramm schweren Rucksack (Packung).
Die Vorbereitungen für dieses Ereignis musste ich auf das Minimum reduzieren, da dieser Wettkampf nicht wirklich optimal im
Wettkampfkalender liegt. So habe ich mir das spezifische Lauftraining und das gezielte Anpassen der Packung erspart was mir später
teuer zu stehen kam.
Bei warmem Klima nahm ich die 26 coupierten Kilometer von Wiedlisbach nach Solothurn und zurück in Angriff. Schnell erpupte sich
die mangelnde Vorbereitung. Zum einen scheuerte die Packung zusammen mit dem TAZ-Kragen an meinem Hals und zum andern war
ich mit einer zu hohen Laufgeschwindigkeit gestartet. Ich hatte somit mühe eine Laufrhythmus und eine sinnvolle Einteilung der Kräfte zu
finden weil mir die nötige Erfahrung fehlte.
Dennoch konnte ich mich gut im Läuferfeld einreihen und erreichte Solothurn in einer durchaus akzeptablen Laufzeit. Die Strecke führte
mehrheitlich durch Feld und Wald was mir abwechslungsreich und angenehm erschien.
Die Zuschauerunterstützung in Solothurn wirkte und somit nahm ich zuversichtlich die zweite Rennhälfte in Angriff, wohl wissend, dass nun
12 Kilometer Asphalt an praller Sonne bevorstanden.
Im Anstieg zum Walierenhof bei Kilometer 8 kam jedoch die böse Überraschung. Merklich schwanden die Kräfte, die Schritte wurden
schwerer und das Tempo folglich langsamer. Nun wusste ich, weshalb ein langsameres Angehen des Rennens besser gewesen wäre.
Trinken und Verpflegen brachte auch keine Verbesserung der allgemeinen Situation, somit standen noch harte 8 Kilometer bevor.
Für mich entscheiden war, dass ich zu diesem Zeitpunkt mit Rang 20 gut im Rennen stand und über meinen Erwartungen lag. Dies
beflügelte mich.
Die letzten 8 Kilometer schienen tatsächlich unendlich. Die Fusssohlen brannten bei jedem schritt, der salzige Schweiss in den Wunden
am Hals war kaum zu ertragen und die Krämpfe, von denen mag ich gar nicht sprechen.
Aber das Ziel kam mit jedem Schritt näher und somit auch die Freude über das Finish des ersten Waffenlaufs. Total belegte ich
den (22. Rang von 187 Klassierten).
Die Tage nach dem Waffenlaufen werden zumindest so interessant wie der Wettkampf selber. Treppenlaufen wird wohl schier
unmöglich sein, die Prellungen und Wunden am Hals werden viel Zuneigung benötigen und das Training musste wohl komplett
eingestellt werden. Ob dies eine gute Vorbereitung für die Duathlon SM ist bleibt zum heutigen Zeitpunkt noch offen.
von Pascal Brüllmann