Trainingslager Bellinzona 2008

 

         

 

Lagerbericht

 

20.03.08

Morgens um 09.00 Uhr machten wir uns auf den Weg in den Süden. Das tönt doch nach Ferien oder? Doch wir wurden überrascht. Rausgeschmissen von Bruno in Airolo, nahmen wir unsere ersten 60 km MIT RÜCKENWIND auf uns.

Nach einer erlebnisreicher Fahrt (gäu rahel;)) erreichten wir mit Erstaunen die wunderschöne, große Jugendherberge in Bellinzona. Kaum angekommen, eingerichtet und verpflegt, nahmen wir schon das Lauftraining in Angriff. Durch andauerndes Hupen der, vor allem männlichen, Passanten wurden wir schon herzlich in Bellinzona aufgenommen. Ein anspruchvolles Wechseltraining stand uns bevor welches wir glamourös meisterten, obwohl der Wind uns zu schaffen machte. Sogar der Trainer war zufrieden und die Spaghettis am Abend hatten wir uns reichlich verdient.

 

 

         

 

21.03.08

Heute startete unser Tag schon um 07.30 Uhr mit einem lockeren Lauftraining um zu erwachen. Das reichliche Frühstücksbuffet motivierte uns für den bevorstehenden Tag. In zwei Gruppen fuhren wir Richtung Lukmanier, jeder seinen Verhältnissen entsprechend, und zurück. Sogar der Schnee, der hoch oben auf dem Berg war, konnte uns nichts anhaben.

Am Nachmittag überraschte uns Bruno mit einem Lauftraining in einem schönen Park. Es startete mit „Carmellos Laufschule“. Das harte Training von 5 x 800 m Sprint ging uns schon ein bisschen an die Reserven. Müde aber zufrieden hofften wir auf einen besseren Schlaf als die Nacht zuvor.

 

                   

 

22.03.08

Der heutige Tag begann mit wunderschönem sonnigen Wetter. Nach dem täglichen Morgen-Jogging, machten wir uns auf den Weg Richtung Vercasca-Tal. Die blühende Natur und das Rauschen der Maggia motivierten uns zu einem tollen Aufstieg. Beim Rückweg raubte uns der Wind jedoch die letzten Kräfte. Bruno gönnte uns zwei Stunden in der Sonne. Als es jedoch zum Lauftraining ging, wussten wir sogleich wieso.;) Die Sprints (5x 300 m, 5x 200 m,  5x 100 m) ließen die ganze Schönheit des Parks erblassen. Der Aufsteller des Tages war Kevin. Er ist ein Junge von etwa 12 Jahren, der ein Tetraplegiker ist. Obschon wir ziemlich am Limit waren, ließ er uns mit seinem Lächeln spüren, dass wir jede Sekunde Bewegung genießen sollten.

Eine andere Art der Verpflegung war, uns selbst zu bekochen was uns die Jugendherberge ermöglichte. Einige von uns schwangen die Kochlöffel und zauberten uns ein wunderbares Abendessen in Form von „Bene-Penne“ und Salat hin.

 

 

 

23.03.08

Ein erster Blick aus dem Fenster und man sah, kaum zu glauben, Schnee; und das am Ostersonntag. Trotz der eisigen Kälte, wagten wir es trotzdem aus unseren warmen Betten eine Runde joggen zu gehen. Das Frühstück verlieh uns ein leichter Hauch einer Fettschicht – eine kleine Hoffnung auf Wärme. So bestritten wir den Weg Richtung St. Bernardino. Keine Nässe, keine Kälte und keine Rehe konnten uns abhalten unser Ziel zu erreichen. Zu Hause angekommen lachte uns die Sonne aus. Zum letzten Mal gingen wir in den schönen Park um uns auszupowern. Mit diesen 3 x 2 km konnten wir einige Jogger hinter uns lassen.;) Beim Auslaufen fanden wir heraus, dass die Sportart „Gehen“ Rahel auch sehr liegt. Wir dehnten zum Schluss des Tages mit Musik und einer Tanzeinlage aus.

 

24.03.08

Heimreise

Nach vier wunderbaren Tagen mussten wir leider das schöne Bellinzona verlassen. In eisiger Kälte nahmen wir den Aufstieg nach Airolo auf uns. Die Eiszapfen, welche vom Berg herunter hingen, erinnerten uns an die Antarktis. Nach 60 km Fahrt erreichten wir – durchgefroren – Airolo. Wir genossen noch die letzten Sonnenstrahlen, bevor wir den verschneiten Teil der Schweiz erreichten. Dort erwartete uns ein feines Abendessen im Bingo-Bongo.

So endete unser Oster-Trainingslager welches unseren Teamgeist wieder einmal mehr stärkte. Unser Motto der Woche: „Blib immer sponti und machs léger“.

 

 

Simone und Rahel