Inferno Triathlon 08

 

Am vergangenen Samstag startete unser Elite-Athlet Pascal Brüllmann bei spezieller und wunderschöner Stimmung  schon früh morgens zu einem einmaligen Erlebnis.  Der Inferno Triathlon ist mit 5'500 Höhenmetern  einer der härtesten Wettkämpfe. Das unvergleichliche Naturerlebnis in der einmaligen Bergwelt des Berner Oberlandes und die familiäre Stimmung machen den Inferno zu einem der eindrücklichsten Triathlons.

 

             

 

Um 06:30 fiel der Startschuss in Thun. Nach 3 km Schwimmen im 17 Grad kalten Thunersee wechselte er als 6. auf sein Rennrad. Für einmal zählte jedoch nicht die Geschwindigkeit, sondern die Fähigkeit, sich richtig einzuschätzen und das Rennen von Anfang an intelligent einzuteilen. Obwohl Pascal schon beim steilen Aufstieg auf die grosse Scheidegg erste kleine Krisen überstehen musste, war ihm klar, dass er in der Wechselzone in Grindelwald noch nicht einmal die Hälfte der Leistung erbracht hatte. Dies zeigt, welche Motivation und mentale Stärke die Athleten am Inferno zu beweisen hatten.

 

         

Nachdem es mit dem Rennrad bereits zwei infernale Bergpreise zu bewältigen gab , musste Pascal nun von Grindelwald mit dem Mountainbike über die kleine Scheidegg. Der Aufstieg bereitete ihm keine Mühe, zu konzentrieren galt es sich dann aber bei der technisch anspruchsvollen Abfahrt. Nach weiteren 2 Stunden auf dem Mountainbike, wechselte Pascal bei Sonnenschein nach 7 Stunden als 23. auf die abschliessende Laufstrecke. In den folgenden 25 Kilometern zu Fuss mussten noch einmal 2175 Höhenmeter absolviert werden, denn das Ziel befindet sich beim Inferno auf dem bekannten Schilthorn. Nach der Wechselzone ging es Pascal immer noch sehr gut und er war voller Zuversicht, das Ziel zu erreichen.

 

 

 

 

Nach 17 Kilometern traf er bei starkem Regen, immer noch gesund und motiviert, in Mürren ein. Da es mit steigender Höhe immer kälter wurde und sogar Schnee angekündigt war, zog er sich noch ein letztes Mal um und machte sich auf die abschliessenden 8 Kilometer. Nun zeigte sich, welche Athleten über mentale Stärke, Willen und sportliche Intelligenz verfügen.

 

 

Auf dem Schilthorn herrschte eine angespannte, aber  wunderschöne Stimmung. Die ersten Athleten wurden mit Musik und grossem Applaus empfangen, obwohl starker Schneefall und Minustemperaturen allen Mühe bereitete. Jeder einzelne Athlet, welcher die letzten 100 Meter bis auf das Schilthorn (wandernd) zurücklegte, wurde vom Speaker ausgerufen und in höchsten Tönen gelobt, denn am Inferno Triathlon gelten alle Finisher als Sieger. Als Overall 41. und in der Hauptklasse 20. wurde Pascal aufgerufen. Er genoss die letzten Schritte bis ins Ziel in vollen Zügen. Obwohl er 10:45:22 unterwegs war, war er noch voller Energie und Freude. Auch am Tag danach ging es ihm ebenfalls sehr gut. Nun gibt es für Pascal nur noch ein Ziel – Inferno Triathlon 2009.