
Mein erster Europacup in Wien! Ich war sehr aufgeregt und gespannt.
Die Hinreise verlief super. Wir kamen erst um 23.30h in unserem sehr edlen Hotel (mit Fernseher!) an.
Am Freitag fuhren wir die Rennstrecke ab, waren beim Briefing und natürlich fehlte es nie an gutem Essen.
Am Samstag war früh Tagwach, die Anspannung wurde grösser. Beim Check-In kam ich dann ganz ordentlich in Stress.
Meine wunderschönen Xentis-Räder waren nicht zugelassen.
Cathy Arsich (Coach) und ich machten uns auf die Suche nach Ersatzrädern, die Suche dauerte lang. Endlich! Zum guten Glück hatte der belgische Nationaltrainer welche.
Ich war überglücklich, nun doch noch starten zu dürfen. Leider war sein Hotelzimmer nicht besonders nahe. So begaben wir uns zu Fuss auf den Weg zu seinem Hotel, er montierte mir die Räder und ich fuhr schnell zurück an den Start. Die ganze Aufregung kostete mich doch ziemlich Energie. Ohne einlaufen und ohne mich gross mental auf das Rennen vorzubereiten ging ich an den Start. Ich freute mich sehr mit dabei sein zu dürfen.
Der Startschuss fiel! 89 Junioren schwammen los. Ich mitten drin. Wortwörtlich mitten drin, denn mit meiner Startnummer 49, musste ich in der Mitte starten. Es war eine riesige Schlägerei und ein grosses Chaos in der Mitte. Bis zur Boje konnte man das nicht wirklich schwimmen nennen. Bei der Boje wurde es heiter. Die meisten standen im Wasser, wir kletterten übereinander her, da war einfach fast kein Platz mehr! Nach der Boje konnte ich endlich einigermassen normal schwimmen. Ich kam als 51. aus dem Wasser. Auf dem Rad war ich in einer Gruppe, die wirklich schlecht fuhr. So stieg ich in die Pedale, fuhr davon und gab alles. Ich konnte mich sehr gut absetzen und kämpfte mich vor. Auf der Laufstrecke gab ich nochmals Gas und konnte mich so auf den 35. Rang vorkämpfen.
Wir genossen den Abend und hatten einen guten Rückflug. Es war ein sehr gutes und schönes Erlebnis ich bin zufrieden mit meiner Leistung und weiss, ohne die Aufregung wäre doch noch mehr möglich gewesen.
Fazit: Nun weiss ich, dass ich die Richtlinien bei Europacups genauer durchlesen muss. Es war super, ich freue mich auf die nächsten Rennen, natürlich mit erlaubten Rädern am Start!
Chandru Alt