Studenten WM Kalmar

    Schwimmen in einem Meeresarm mit zwei Brücken-Unterquerungen, eine sehr technische Velorunde mit vielen Kopfsteinpflasterabschnitten , U-Turns und engen Kurven und eine Laufstrecke mit einem kurzen, aber schmerzhaften Anstieg um einen Wasserturm: die Studenten-WM in Kalmar bot alles für ein hartes und interessantes Rennen.

    Samstagmorgen, Race-Day. Beim Aufstehen war der Himmel bewölkt, aber es regnete nicht, was uns alle leider zu früh freute. Beim Einrichten der Wechselzone fings harmlos mit Nieselregen an, aber schon wenig später goss es erbarmungslos auf uns Athleten hinab. Die vielen Kopfsteinabschnitte wurden auf einen Schlag sehr rutschig und die Radstrecke noch viel anspruchsvoller. Kein Sturz lautete das Ziel für diesen Abschnitt. Nach einem für ITU-Rennen gewohnt stressigen Aufwärmen erfolgte um Punkt 10 Uhr der Startschuss und 55 Athletinnen kämpften darum, an der Spitze bei der ersten Brücke anzukommen. Ich kam überraschend gut weg, aber schon nach wenigen Metern fing das Getümmel an. Rücksichtslos wurde ich mehrere Male an den Beinen gezogen, unter Wasser gedrückt und an der Schulter nach hinten gezogen, so dass an eigentliches Schwimmen nicht wirklich zu denken war. Entsprechend weit nach hinten wurde ich gereicht und entstieg wenige Sekunden hinter der zweiten grossen Gruppe dem Wasser. Mit einem schnellen Wechsel und dank der Mithilfe einer Amerikanerin, gelang es mir die Lücke zur ersten Verfolgergruppe zu schliessen. In der 20 Frau starken Gruppe hielt ich mich immer vorne auf um einen Sturz zu verhindern und auch um das Tempo aufrecht zu halten. Dank einem exzellenten zweiten Wechsel startete ich als Zweite der Velogruppe den Laufabschnitt, wurde aber dann von einer 10er Gruppe eingeholt und musste diese ziehen lassen. Die verschiedenen Beläge (Kopfsteinpflaster, Kies, Asphalt und Wiese) und engen Kurven machten mir mehr Mühe als gedacht, so dass ich dann den Sprint um Platz 30 aufgrund von Krämpfen in den Oberschenkeln verlor. Mit dem 31. Rang bin ich dennoch sehr zufrieden, da es nach 3 langen Jahren wieder das erste ITU Rennen war und ich bis auf das Schwimmen meine bestmögliche Leistung abrufen konnte. Es hat unheimlich viel Spass gemacht wieder auf internationalem Parkett starten zu dürfen und gibt auch einen grossen Motivationsschub für die nächste Saison.

    Als Zückerchen erfuhr ich am Abend, dass ich am Sonntag in der Mixed Team Relay für das Schweizer Team starten darf. Zusammen mit Estelle, Simon und Fabian erreichten wir in einem hart umkämpften Rennen den 7. Rang. Obwohl am Abend vorher noch mit einer Medaille geliebäugelt wurde, waren wir alle super happy mit diesem Resultat, da sich einige kleine Fehler und Unaufmerksamkeiten eingeschlichen haben und die ersten drei Teams einen klaren Vorsprung hatten. Wiederum konnte ich meine Leistung abrufen und ein super Rennwochenende war bereits vorbei.

    Vielen Dank an Swiss Triathlon und Swiss University Sports für die super Betreuung vor Ort!

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