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Xterra France

09. Juli 2025

Nur zwei Wochen nach den Schweizermeisterschaften stand bereits das nächste Highlight auf dem Programm. Der Xterra France in den Vogesen.

Die Tage vor dem Wettkampf waren alles andere als erholsam. Statt Training und Regeneration standen Schulzimmer räumen, Material zügeln und der Abschied von meinen Lehrpersonenkolleg:innen  auf dem Plan. Ich war ausgelaugt, körperlich wie mental und konnte in den letzten drei Tagen vor dem Wettkampf kaum in Wettkampfstimmung finden.

Als wir am Samstag in Longemer ankamen, genossen wir die sommerliche Wärme und den Blick auf den See. Am Abend lief ich die 5.5 km lange Laufrunde ab, machte Laufschulübungen und beendete das Ganze mit einem erfrischenden Bad im See. Diese Kombination half mir, wieder in den Rennmodus zu finden, so dass ich mich endlich wieder lebendig fühlte.

Nach einem wenig kreativen, aber bewährten Abendessen (Pasta mit Tomatensauce 😊) konnte ich nochmals gut Energie tanken, sodass ich mich am Sonntagmorgen bereit fühlte.

Eine kurze Aktivierungsrunde mit dem Bike entlang des Sees half wieder wärmer zu bekommen, denn an diesem Tag war es nur 20 Grad warm und ein starker Wind wehte. Aus diesem Grund verzichtete ich auf das Einschwimmen. Stattdessen absolvierte ich meine Trockenübungen an Land doppelt so lang.

Ich wählte eine sehr direkte Linie zur ersten Boje. Leider folgte mir niemand. Alle anderen schwammen links von mir, sodass ich die 1,5 km komplett alleine absolvieren musste. Einige Agegrouper, welche 30 sec. nach uns gestartet sind, nahmen zwar ebenfalls den direkten Kurs, aber leider konnte ich an ihnen nicht dranbleiben. Trotzdem war ich mit meiner Schwimmleistung sehr zufrieden und freute mich auf die 42 km lange und mit 1200 Höhenmetern gespickte Bikestrecke.

Ich kam gut in den Rhythmus, fuhr zügig und konnte mich immer wieder an andere Athlet:innen anhängen. Die Strecke war abwechslungsreich, fordernd und gleichzeitig sehr gut fahrbar.

Beim Wechsel auf die 12 km lange Laufstrecke wusste ich zunächst nicht, wie viel Energie mir noch zur Verfügung stand. Die Bikestrecke hatte es wirklich in sich. Doch bereits nach wenigen Metern spürte ich, dass meine Beine erstaunlich frisch waren und ich richtig Tempo machen konnte. Ich holte Männer ein, die mich zuvor auf dem Bike überholt hatten. Das pushte mich zusätzlich. In der zweiten Runde gab ich nochmals alles, denn ich wusste, dass ich sehr tolle, abwechslungsreiche Kilometer vor mir habe. Ich flog förmlich über die Trails, überholte weitere Männer und konnte auch noch eine direkte Konkurrentin hinter mir lassen.

Zudem konnte ich zur zehnten und elften Athletin stark aufschliessen. Am Ende reichte es für Rang 12 im Overall-Klassement. Mit meiner Leistung bin ich mehr als zufrieden und blicke voller Vorfreude auf mein nächstes Abenteuer den Xterra Austria.